Chao Chivit

“Ich mag den heutigen Tag.”
“Ja.” Die Augen geschlossen, am Flußufer liegend ins moosgrün schimmernde Exoskelett gehüllt.
“Das letzte Mal stand ich auf der Brücke”, sie schob den Arm müde Richtung flußabwärts, “als Japanerinnen mir die Wasserflasche aus der Hand rissen, sich um mich gruppierten und uns zusammen photographierten, als wäre ich die Reinkarnation eines Kriegsgefangenen, welche sie, die legitimen Nachkommen der Wärter ins Herz geschlossen hätten.”
Sein keuchendes Husten, von gedämpftem Gelächter gefolgt.
“Wir können entweder flußaufwärts schwimmen und Freundschaft mit einem Krokodil suchen oder auf die offene See hinausschwimmen und uns an einen Wal klammern.”
“Ja, die Wahl.”
“Das war sie.”
Sein Lächeln, in die Mundwinkel gepresst.
“Nicht unsere Wahl, die Wahl des Herr des Lebens.”
Sie prustete, das Gras ringsum in Vibrationen des Exoskelettes wiegend.
Der Bombenteppich legte einen Schatten über beide wie ein in Paradeformation agierender Vogelschwarm.

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